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Zerklüftete Vulkangipfel über einem Wolkenmeer, gesehen vom Pico do Arieiro auf Madeira
Ratgeber

Sehenswürdigkeiten auf Madeira: Nach Regionen geplant, in vier Tagen gesehen (2026)

Aktualisiert 1. Oktober 20269 Min. LesezeitEnthält Werbung

  • 4.73.869 Bewertungen
  • Ab 43 €

Madeira ist klein, aber die Straßen sind kurvig: Planen Sie die Sehenswürdigkeiten nach Regionen, einen Tag pro Region. In vier Tagen schaffen Sie Funchal mit Monte, den Osten mit dem Pico do Arieiro auf 1.818 m, den Westen mit Cabo Girão und Porto Moniz und eine Levada. Mehrere Ziele kosten inzwischen Eintritt oder brauchen ein gebuchtes Zeitfenster; die Tabelle unten nennt für jedes, was entscheidet.

Nicht im Preis: das Mittagessen in Santana. Ist die Straße zum Pico do Arieiro wetterbedingt gesperrt, fährt der Bus laut Anbieter einen Ersatzhalt an. Kostenlos abgeholt werden Sie nur im Großraum Funchal.

Welche Sehenswürdigkeiten auf Madeira sollte man gesehen haben?

Diese zehn Ziele tragen eine erste Reise. Die Reihenfolge folgt dem, was Madeira ausmacht – Gebirge, Levadas, Steilküste und Funchal –, und jede Zeile nennt den Punkt, der über den Abstecher entscheidet. Alle Preise: Stand 1. Oktober 2026.

#ZielRegionWas entscheidetKosten
1Pico do ArieiroGebirgeBei Unwetter ist die Straße gesperrt, bei Nebel die Sicht wegAussichtspunkt frei
2Altstadt und Markt in FunchalFunchalAlles zu Fuß, kein Auto nötigfrei
3Monte mit Seilbahn und KorbschlittenFunchalEin halber Tag, Schlange an KreuzfahrttagenSeilbahn 16 €, Schlitten ab 30 €
4Cabo Girão SkywalkSüdenGlasboden 580 m über dem Meer, 20 Minuten ab Funchal5 €, bis 12 Jahre frei
5Levada das 25 FontesWesten, RabaçalNur mit gebuchtem Zeitfenster4,50 €, Shuttle 5 € einfach
6Naturbecken von Porto MonizNordwestenRund 50 km, also ein ganzer Tagrund 3 €
7Ponta de São LourençoOstenKein Schatten, 4 km pro Richtung4,50 €
8Strohgedeckte Häuser von SantanaNordostenKurzer Halt, gut mit dem Osten kombinierbarfrei
9Eira do Serrado und Curral das FreirasGebirgeBlick ins Nonnental, ein halber Tagfrei
10Lorbeerwald von FanalNordwestenAm schönsten im Nebel, nur mit Auto oder Tourfrei, Wanderweg PR13 4,50 €

Der Pico do Arieiro steht oben, weil er die Insel in einem Blick zeigt: An klaren Morgen stehen Sie über einem Wolkenmeer, an trüben sehen Sie nichts. Halten Sie den Tag deshalb flexibel. Alles zu Sonnenaufgang, Parkplatz und Wanderung zum Pico Ruivo steht in unserem Artikel über den Sonnenaufgang am Pico do Arieiro.

Am Cabo Girão zahlen Sie seit 1. Januar 2026 für die Glasplattform 5 € statt 3 €; Kinder bis 12 Jahre und Einwohner Madeiras haben weiter freien Zutritt. Wie Sie den Besuch mit Câmara de Lobos verbinden, zeigt unser Artikel über den Skywalk am Cabo Girão.

In Porto Moniz gibt es zwei Arten von Becken: das kommunale Naturschwimmbad mit Eintritt und Badeaufsicht und die freien Cachalote-Becken ohne Einrichtungen. Den Unterschied erklärt unser Artikel über Porto Moniz; zur Wanderung an der Ostspitze lesen Sie den Ratgeber zur Ponta de São Lourenço.

Die Levada das 25 Fontes ist die bekannteste Wanderung der Insel und läuft seit 2026 als Einbahnweg: hin auf der Levada, zurück über ein Ausweichstück. Die Zufahrt ins Rabaçal-Tal ist für Privatautos gesperrt; der Shuttle der Gemeinde Calheta kostet 5 € einfach.

Für Curral das Freiras reicht ein halber Tag. Vom Aussichtspunkt Eira do Serrado auf 1.094 m blicken Sie in das Tal, in das sich der Überlieferung nach im 16. Jahrhundert Nonnen vor Piraten flüchteten. Im Dorf gibt es Kastanienkuchen.

Fanal ist eher ein Halt als eine Wanderung: Der Lorbeerwald mit seinen alten, knorrigen Bäumen liegt am Rand der Hochebene Paul da Serra an der Straße. Ein Zeitfenster brauchen Sie nur, wenn Sie den Wanderweg PR13 gehen.

Was gibt es in Funchal zu sehen?

Funchal ist der beste Einstieg und braucht kein Auto. In der Altstadt (Zona Velha) sind die Türen der Rua de Santa Maria bemalt; ein paar Straßen weiter verkauft der Mercado dos Lavradores Obst, Blumen und morgens Fisch, ohne Eintritt. Fans von Cristiano Ronaldo, der in Funchal geboren ist, finden an der Hafenpromenade das CR7-Museum.

Von der Altstadt fährt die Seilbahn in rund 18 Minuten nach Monte: 16 € einfach, 22 € hin und zurück. Oben liegen der Monte Palace Tropical Garden, für den Erwachsene 18 € zahlen und Kinder bis 14 Jahre in Begleitung frei sind, und die Kirche mit dem Grab Karls I., des letzten Kaisers von Österreich-Ungarn. Hinunter geht es im Weidenkorb; Preise, Start und Rückweg stehen in unserem Artikel über die Korbschlittenfahrt auf Madeira.

Wer Funchal und die Umgebung in wenigen Stunden sehen will, nimmt ein Tuk-Tuk mit Fahrer. Die private Tuk-Tuk-Tour mit frei wählbarer Route kostet ~130 € für bis zu drei Personen und drei Stunden (Stand 1. Oktober 2026), auch mit Führung auf Deutsch; Eintritte sind nicht inklusive. Mehr zur Stadt finden Sie in unserem Artikel über Funchal.

Karte: Madeira in vier Regionen, ein Tag pro Region

Eine Region pro Tag ist das Tempo, das auf Madeira funktioniert. Das Gebirge in der Mitte trennt die sonnigere Südküste vom grünen Norden, und fast jede Strecke führt über Kurven und durch Tunnel. Die Fahrzeiten ab Funchal gelten für das Auto; Busse brauchen länger.

TagRegionWas Sie sehenAb Funchal
1Funchal und MonteAltstadt, Markt, Seilbahn, Monte Palace, Korbschlittenzu Fuß und mit der Seilbahn
2Osten und GebirgePico do Arieiro, Ribeiro Frio, Santana, Ponta de São LourençoOstspitze rund 25 km
3Süden und WestenCâmara de Lobos, Cabo Girão, Porto Moniz, Seixal, FanalCabo Girão rund 20 Minuten, Porto Moniz 1 bis 1,5 Stunden
4Eine Levada25 Fontes im Rabaçal oder Caldeirão Verde bei Santana; ohne Wanderung Curral das FreirasCurral das Freiras rund 30 Minuten

Tag 1 und Tag 4 sind die flexiblen Tage, Tag 2 und Tag 3 die langen. Den Osten deckt die Ganztagestour ab Funchal mit dem Pico do Arieiro für ~43 € ab.

Für den Westen gibt es die Westtour mit Wasserfällen und dem Wald von Fanal ab ~31 € (Stand 1. Oktober 2026), ebenfalls mit Führung auf Deutsch. Den Skywalk für 5 € und eines der beiden Becken in Porto Moniz für 3 € zahlen Sie dort extra.

Legen Sie die Tage nach dem Wetter, nicht nach dem Kalender. Den Gebirgstag und die Levada heben Sie sich für die klarsten Tage auf; Funchal funktioniert auch unter Wolken. Für die Levada brauchen Sie seit 2026 ein Zeitfenster, das bei Regen nicht erstattet wird – wie die Anmeldung funktioniert, steht in unserem Ratgeber zu Levada-Wanderungen: Anmeldung und Gebühren.

Welche Wasserfälle gibt es auf Madeira?

Die meisten Wasserfälle sehen Sie von einem Aussichtspunkt oder am Ende einer Levada. Zwei lohnen den Weg, einen sollten Sie auslassen:

  • Véu da Noiva bei Seixal: Der „Brautschleier“ ist laut Visit Madeira die hängende Mündung des Bachs João Delgado, die über die Steilküste stürzt. Sie sehen ihn vom Aussichtspunkt an der alten Straße zwischen São Vicente und Seixal, ohne Eintritt; mit Auto oder Tour, die Westtour hält dort für ein Foto.
  • Risco-Wasserfall im Rabaçal: Er liegt am Ende der Levada do Risco (PR6.1), laut IFCN 3 km pro Richtung ab dem Rabaçal, wo auch der Weg zu den 25 Fontes beginnt. Als klassifizierter Weg braucht er ein Zeitfenster über SIMplifica für 4,50 €; Anfahrt mit Auto und Shuttle oder mit einer geführten Levada-Tour.
  • Cascata dos Anjos bei Ponta do Sol: nicht hinfahren. Laut Visit Madeira ist der Zugang behördlich verboten. Die alte Straße ER101, über die das Wasser fällt, ist wegen Steinschlaggefahr häufig gesperrt, der Boden ist rutschig, und es gab dort bereits Unfälle.

Mit dem Auto oder ohne?

Für Funchal, Monte und Câmara de Lobos brauchen Sie kein Auto. Nach Câmara de Lobos fährt der Bus in rund 20 Minuten, nach Curral das Freiras die Linie 81 in 45 bis 60 Minuten. Zur Ponta de São Lourenço fährt ein SIGA-Bus bis Baía d'Abra, rund eine Stunde ab Funchal.

Für das Gebirge, den Nordwesten und die Levadas brauchen Sie ein Auto oder eine Tour. Pico do Arieiro, Fanal und das Rabaçal-Tal erreichen Sie praktisch nur mit Mietwagen, Taxi oder Ausflug. Zum Sonnenaufgang am Arieiro ist der Parkplatz an klaren Tagen früh voll.

Ein Mittelweg ist der Mietwagen für zwei Tage, für den Westen und das Gebirge, und Bus oder Tour für den Rest. Was Sie dabei beachten müssen, steht in unserem Artikel über Mietwagen auf Madeira; die autofreie Variante erklärt der Ratgeber Madeira ohne Auto.

Welche Sehenswürdigkeiten auf Madeira sind kostenlos?

Kostenlos sind die Altstadt und der Markt in Funchal, die Aussichtspunkte am Pico do Arieiro und an der Eira do Serrado, die Häuser von Santana, der Wald von Fanal und die Cachalote-Becken in Porto Moniz. Auch Levadas ohne PR-Nummer, etwa die Levada dos Tornos, kosten nichts.

Für diese Ziele zahlen Sie, Stand 1. Oktober 2026:

ZielPreisKinder
Seilbahn Funchal – Monte16 € einfach, 22 € hin und zurück7 bis 14 Jahre 8 € / 10 €, bis 6 frei
Monte Palace Tropical Garden18 €bis 14 Jahre in Begleitung frei
Korbschlitten Monte – Livramento30 € allein, 40 € zu zweit, 60 € zu drittlaut Preisliste keiner
Cabo Girão Skywalk5 €bis 12 Jahre frei
Naturschwimmbad Porto Monizrund 3 €–
Wanderweg des IFCN (PR)4,50 €, PR1 komplett 10,50 €bis 12 Jahre frei

Was tun bei Regen auf Madeira?

Bei Regen fahren Sie nach Süden oder bleiben unter Dach. Die Südküste mit Funchal ist die trockenere Seite der Insel; Gebirge und Norden bekommen mehr Wolken und Regen, oft innerhalb einer Stunde wechselnd.

  • Mercado dos Lavradores: Markthalle mitten in Funchal, ohne Eintritt.
  • Museum im Monte Palace: Die Galerien sind täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet.
  • Weinkeller in Funchal: Eine Madeira-Weinprobe ist der Klassiker für nasse Nachmittage.
  • Aquário da Madeira: das Aquarium der Gemeinde Porto Moniz, falls der Westen trotz Wolken auf dem Plan steht.

Meiden Sie bei Regen die Levadas und den Pico do Arieiro. Die Wege werden rutschig, oben sehen Sie nichts, und die Gebühr für einen gebuchten Wanderweg gibt es bei Regen nicht zurück.

Geheimtipps: Was nur wenige ansteuern

Von den Gipfeln zu Fuß hinunter nach Monte: Die Wege PR3 Vereda do Burro (6,7 km) und PR3.1 Caminho Real do Monte (5,5 km) verbinden laut IFCN den Pico do Areeiro über Ribeira das Cales mit Monte. Beide verwaltet die Stadt Funchal, beide stehen nicht im Gebührensystem von SIMplifica.

Die Seilbahn von Achadas da Cruz: Im Nordwesten bei Porto Moniz verbindet sie laut Visit Madeira das Dorf Achadas da Cruz über einen steilen Hang mit der Fajã da Quebrada Nova an der Küste. Bauern bringen damit bis heute ihre Ernte nach oben und unten.

Die Fajã dos Padres: Der Küstenstreifen westlich von Funchal ist nur mit einer Seilbahn oder per Boot erreichbar. Die private Tuk-Tuk-Tour aus dem Funchal-Abschnitt nennt ihn als mögliches Ziel ihrer Route.

Mit dem Kreuzfahrtschiff: Was schaffen Sie an einem Tag?

Ein Hafentag reicht für Funchal und Monte oder für eine Halbtagestour, nicht für die ganze Insel. Kreuzfahrtschiffe legen am Cais de Cruzeiros Pontinha an; diese Adresse nennen auch die Touranbieter für die Abholung.

  • Auf eigene Faust: Seilbahn nach Monte, Korbschlitten nach Livramento, Stadtbus 21 oder Taxi zurück. Rechnen Sie an Kreuzfahrttagen mit Schlangen an Seilbahn und Schlitten.
  • Mit Fahrer: Die private Tuk-Tuk-Tour holt Sie gegen einen Aufpreis von 5 € pro Gruppe direkt am Terminal ab.
  • Halbtagestour: Bei der Tour mit Nonnental und Korbschlitten treffen Kreuzfahrtgäste die Gruppe am CR7-Museum.

Planen Sie den Rückweg mit Puffer. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, ist selbst dafür verantwortlich, rechtzeitig an Bord zu sein.

Wann ist Madeira am schönsten?

Das hängt davon ab, was Sie sehen wollen. Zum Wandern eignen sich April bis Juni, zum Baden August bis Oktober, wenn das Meer am wärmsten ist. Ende April bis Ende Mai blüht Funchal zum Blumenfest, 2027 vom 29. April bis 30. Mai.

Für die Sehenswürdigkeiten zählt das Wetter des Tages mehr als der Monat: Der Pico do Arieiro kann im August im Nebel liegen und im Januar klar sein. Alle Monate im Vergleich zeigt unser Ratgeber zur besten Reisezeit für Madeira.

Vier Tage, vier Regionen: So sehen Sie das Wesentliche, ohne den Urlaub im Auto zu verbringen.

Wo Sie dafür am besten wohnen, steht in unserem Ratgeber zur Unterkunft auf Madeira.

Was sollte man auf Madeira unbedingt gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Madeira zählen der Pico do Arieiro auf 1.818 m, die Altstadt von Funchal mit dem Mercado dos Lavradores, die Seilbahn nach Monte mit dem Korbschlitten, der Skywalk am Cabo Girão und die Levada das 25 Fontes. Planen Sie nach Regionen, einen Tag pro Region.

Wie viele Tage braucht man für die Sehenswürdigkeiten auf Madeira?

Vier Tage reichen für das Wesentliche: ein Tag für Funchal und Monte, einer für den Osten mit dem Pico do Arieiro, einer für den Westen mit Cabo Girão und Porto Moniz und einer für eine Levada-Wanderung. Mit einer Woche haben Sie Puffer für schlechtes Wetter.

Was ist ein Geheimtipp auf Madeira?

Die Seilbahn von Achadas da Cruz bei Porto Moniz führt über einen steilen Hang hinunter zur Fajã da Quebrada Nova an der Küste und wird bis heute von Bauern genutzt. Wer wandern will, findet mit dem PR3 und PR3.1 vom Pico do Areeiro nach Monte zwei klassifizierte Wege ohne SIMplifica-Gebühr.

Welche Ecke von Madeira ist am schönsten?

Für Landschaft der Nordwesten mit Porto Moniz, Seixal und dem Lorbeerwald von Fanal sowie das Gebirge um den Pico do Arieiro. Das beste Wetter hat meist die Südküste um Funchal, die sich auch als Standort für Ausflüge am besten eignet.

Was kostet der Skywalk am Cabo Girão?

Seit 1. Januar 2026 kostet die Glasplattform am Cabo Girão 5 € pro Person statt zuvor 3 €. Kinder bis 12 Jahre und Einwohner Madeiras haben freien Zutritt. Der Skywalk liegt 580 m über dem Meer, mit dem Auto rund 20 Minuten westlich von Funchal.

Kann man Madeira ohne Auto besichtigen?

Ja, zum Teil: Funchal, Monte und Câmara de Lobos erreichen Sie zu Fuß, mit Seilbahn oder Bus, Curral das Freiras mit der Buslinie 81 und die Ponta de São Lourenço mit einem SIGA-Bus. Für Pico do Arieiro, Fanal und das Rabaçal-Tal brauchen Sie einen Mietwagen, ein Taxi oder eine Tour.

Foto: H. Zell / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

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