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Wanderer auf der Gipfelplattform des Pico Ruivo, mit 1.862 m der höchste Berg Madeiras
Ratgeber

Wandern auf Madeira: Die 10 schönsten Wanderungen und Levadas im Vergleich (2026)

Aktualisiert 9. Oktober 202613 Min. LesezeitEnthält Werbung

  • 4.6197 Bewertungen
  • Ab ab ~48 €

Als schönste Wanderung auf Madeira gilt die Levada do Caldeirão Verde (PR 9): durch Lorbeerwald und vier Tunnel zu einem Wasserfall, der rund 100 m tief in einen See stürzt. Spektakulärer, aber härter ist der Gipfelweg vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo. Seit 2026 kosten die klassifizierten PR-Wege 4,50 € pro Person und brauchen ein gebuchtes Zeitfenster; Levadas ohne PR-Nummer bleiben kostenlos.

Nicht im Preis: die Wandergebühr von 4,50 €, die Sie laut Produktseite am Wandertag bar an den Guide zahlen, sowie Essen und Getränke. Deutsch steht in der Sprachliste, zusagen kann der Anbieter es aber nicht (Stand Oktober 2026); spricht der Guide kein Deutsch, läuft die Tour auf Englisch.

Die 10 schönsten Wanderungen auf Madeira im Vergleich

Levadas sind schmale Bewässerungskanäle, die Wasser aus dem regenreichen Norden Madeiras in den trockeneren Süden leiten; die ältesten stammen laut Visit Madeira aus dem 15. Jahrhundert. Auf den Wartungswegen daneben wandern Sie fast ohne Steigung. Dazu kommen Gipfel- und Küstenwege ohne Levada.

Die Rangfolge richtet sich nach der Landschaft, die Spalten zeigen den Aufwand:

#WegSchwierigkeitStreckeGehzeitRundwegGebührMit KindernStart
1PR 9 Levada do Caldeirão Verdemittel8,7 km pro Richtung6:30 hnein4,50 €bedingtQueimadas (Santana)
2PR 1 Pico do Arieiro – Pico Ruivomittel bis schwer6,1 km einfach3 hnein10,50 €neinPico do Arieiro
3PR 6 Levada das 25 Fontesmittel4,3 km pro Richtung3 hnein4,50 €bedingtRabaçal (ER 105)
4PR 8 Ponta de São Lourençomittel4 km pro Richtung2:30 hnein4,50 €bedingtBaía d'Abra (Caniçal)
5PR 18 Levada do Reimittel5,3 km pro Richtung3:30 hnein4,50 €bedingtQuebradas (São Jorge)
6PR 14 Levada dos Cedros (Fanal)mittel7,2 km einfach3 hnein4,50 €bedingtFanal (ER 209)
7PR 16 Levada Fajã do Rodriguesmittel3,9 km pro Richtung3:30 hnein4,50 €neinGinjas (São Vicente)
8PR 10 Levada do Furadomittel11 km einfach5 hnein4,50 €bedingtRibeiro Frio
9Levada Nova und Levada do Moinhomittel7,8 km2,5–3 hjakeineneinLombada (Ponta do Sol)
10PR 11 Vereda dos Balcõesleicht1,5 km pro Richtung1:30 hnein4,50 €jaRibeiro Frio

Strecke, Gehzeit und Einstufung laut Visit Madeira (PR 1: Strecke laut IFCN, Veranstalter stufen ihn schwerer ein; Levada Nova: Gehzeit laut Anbietern); Stand Oktober 2026. „Einfach“ heißt: Start und Ziel liegen an verschiedenen Orten. „Mit Kindern“ ist unsere Einschätzung aus Einstufung, Länge, Tunneln und ungesicherten Kanten; „bedingt“ meint trittsichere ältere Kinder.

Die drei schönsten Wanderungen: Caldeirão Verde, Pico Ruivo und 25 Fontes

Levada do Caldeirão Verde (PR 9): Warum gilt sie als die schönste Levada?

Weil sie auf einer Strecke alles zeigt, wofür Wanderer nach Madeira kommen: Lorbeerwald, der seit 1999 zum UNESCO-Welterbe gehört, vier in den Fels gehauene Tunnel und am Ende einen grünen Talkessel. Dort fällt das Wasser laut Visit Madeira aus etwa 100 m Höhe senkrecht in einen kleinen See. Gebaut wurde die Levada im 18. Jahrhundert für die Felder von Faial.

Laut Visit Madeira ist der PR 9 8,7 km pro Richtung lang und dauert 6:30 Stunden. Gerechnet ist dabei bis zum Caldeirão do Inferno, einem zweiten Talkessel hinter dem Wasserfall. Geführte Touren drehen am Caldeirão Verde um und rechnen bis dorthin und zurück mit rund 13 km und 4,5 Stunden Gehzeit. Bis zum Wasserfall überwinden Sie laut Veranstalter nur etwa 75 Höhenmeter.

Start ist der Forstpark Queimadas oberhalb von Santana; der Parkplatz kostet laut Visit Madeira 2 € pro Stunde, bei fünf Stunden also ~10 €. Sie brauchen eine Stirnlampe für die Tunnel und feste Schuhe für den oft feuchten, schmalen Weg. Für wen: trittsichere Wanderer mit Kondition für einen halben Tag; die Tour oben nimmt Kinder ab 8 Jahren mit.

Pico do Arieiro – Pico Ruivo (PR 1): Lohnt sich die Königstour?

Ja, wenn Sie schwindelfrei sind und die Rückfahrt geklärt haben. Der PR 1 führt über Grate, durch Tunnel und über in den Fels gehauene Treppen vom Pico do Arieiro (1.818 m) zum Pico Ruivo, mit 1.862 m der höchste Berg Madeiras. Laut IFCN ist er 6,1 km lang, Visit Madeira rechnet mit 3 Stunden. Die Gebühr beträgt 10,50 €.

Der Haken ist der Rückweg. Seit der Wiedereröffnung 2026 lässt das IFCN den Abschnitt ab dem Aussichtspunkt Pedra Rija zeitweise nur in Richtung Pico Ruivo zu. Prüfen Sie die Regel vor der Buchung und planen Sie die Abholung in Achada do Teixeira ein; wie das mit Bus, Transfer oder Tour klappt, steht in unserem Artikel über den Pico do Arieiro.

Himmelstreppe oder Treppe des Todes? Als „Himmelstreppe“ oder „Stairway to Heaven“ gilt meist die steile Treppe am Aussichtspunkt Pedra Rija, gut 1 km nach dem Start. „Treppe des Todes“ nennen Wanderblogs dagegen meist die lange, steile Treppe im zweiten Teil vor dem Pico Ruivo; manche verwenden beide Namen für dieselbe Stelle. Steil und anstrengend sind beide; bei Nässe und Wind gehen Sie hier besonders vorsichtig.

Den kürzesten Weg auf den Gipfel, 2,8 km ab Achada do Teixeira, beschreibt unser Artikel über den Pico Ruivo.

25 Fontes und Risco (PR 6): Lohnt sich die bekannteste Levada?

Ja, wenn Sie früh starten, denn Visit Madeira nennt sie eine der beliebtesten Wanderungen der Insel. Vom Rabaçal an der ER 105 führt der PR 6 4,3 km pro Richtung zu einem See, den 25 Quellen speisen; geplant sind 3 Stunden. Zum Forsthaus gehen Sie 2 km auf einer für Privatautos gesperrten Straße oder nehmen den Shuttle der Gemeinde für ~5 €.

Der Abstecher zum Risco-Wasserfall (PR 6.1) teilt sich den Anfang mit dem PR 6. Visit Madeira gibt dafür 1,5 km pro Richtung an, das IFCN 3 km. Für Teile des PR 6 gilt zeitweise eine Einbahnregel mit Rückweg über ein Ausweichstück. Parkplatz, Shuttle und Regel erklärt unser Ratgeber zur Wanderung zu den 25 Fontes.

Küste und Lorbeerwald: Ponta de São Lourenço, Levada do Rei und Fanal

Ponta de São Lourenço (PR 8): Was ist hier anders?

Hier gibt es keine Levada, keinen Wald und keinen Schatten. Der PR 8 führt laut Visit Madeira 4 km pro Richtung über die kahle, vulkanische Ostspitze, mit dem Meer auf beiden Seiten; geplant sind 2:30 Stunden. Das trockene Klima und der Nordwind halten die Vegetation niedrig. Am Ende wartet die Casa do Sardinha mit einer Bar, am Steg dürfen Sie baden.

Der Haken: Sonne und Wind. Gehen Sie früh oder spät am Tag, und nehmen Sie genug Wasser mit. Parken, Sonnenaufgang und Anfahrt ohne Auto stehen in unserem Artikel zur Ponta de São Lourenço.

Levada do Rei (PR 18): Die flache Levada im Norden

Die Levada do Rei ist kürzer und flacher als der Caldeirão Verde. Der PR 18 beginnt an der Wasseraufbereitungsanlage von Quebradas bei São Jorge und führt laut Visit Madeira 5,3 km pro Richtung bis zum Bach Ribeiro Bonito. Visit Madeira stuft ihn als mittel ein und rechnet mit 3:30 Stunden. Mit 535 bis 573 m bleibt der Weg fast eben und liegt deutlich tiefer als Queimadas oder der Rabaçal.

Erst geht es durch Wald mit eingeführten Baumarten über den Feldern von São Jorge und Santana, dann in ursprünglichen Lorbeerwald bis zum abgelegenen Bach Ribeiro Bonito; zurück gehen Sie auf demselben Weg. Danach lohnt die Wassermühle von São Jorge, laut Visit Madeira die einzige ihrer Art, die noch arbeitet – gespeist von der Levada do Rei.

Ohne Auto: Die geführte Wanderung an der Levada do Rei ab ~48 € holt Sie im Hotel ab und rechnet mit rund 10 km. Die Gebühr von 4,50 € zahlen Sie laut Anbieter bar an den Guide; Deutsch ist gelistet, aber auch hier nicht garantiert.

Fanal und Levada dos Cedros (PR 13 und PR 14): Lohnt sich der Nebelwald?

Für Fotografen ja, für Fernsicht eher nicht. Im Fanal stehen jahrhundertealte Stinklorbeer-Bäume (Ocotea foetens), von denen einige laut Visit Madeira schon vor der Entdeckung der Insel wuchsen; Nebel zieht hier oft auf. Der PR 14 Levada dos Cedros führt laut Visit Madeira 7,2 km von Fanal nach Curral Falso, eine der ältesten Levadas der Region aus dem 17. Jahrhundert.

Der PR 13 kommt von oben: 10,8 km vom Plateau Paul da Serra hinunter nach Fanal, rund 4 Stunden. Beide sind Streckenwanderungen, Sie brauchen also eine Abholung am Ziel. Wie Sie hinkommen und wann der Nebel am dichtesten ist, zeigt unser Artikel über den Feenwald Fanal.

Geheimtipps: Wo ist auf Madeira beim Wandern weniger los?

Visit Madeira selbst empfiehlt in seinem Blog (November 2025) vier ruhigere Levadas abseits der bekannten Strecken. Alle sind klassifizierte PR-Wege mit Gebühr; zwei davon stehen in unserer Top 10.

Levada Fajã do Rodrigues (PR 16): Tunnel und Wasserfälle bei São Vicente

Der PR 16 ist der abenteuerlichste Weg dieser Liste. Er beginnt in Ginjas bei São Vicente und folgt laut Visit Madeira 3,9 km pro Richtung einer Levada bis zum Bach Ribeira do Inferno; geplant sind 3:30 Stunden. Unterwegs liegen Tunnel, Wasserfälle und Blicke über das Tal von São Vicente.

Der Haken: Einige Tunnel sind lang, stockdunkel und niedrig, schreibt die Autorin des Visit-Madeira-Blogs; ohne Stirnlampe geht es nicht. Dazu kommen schmale Pfade an Felswänden, an einigen Stellen laufen Sie unter Wasserfällen hindurch. Wer enge, dunkle Tunnel nicht mag oder mit Kindern unterwegs ist, wählt eine andere Levada.

Levada do Furado (PR 10): Von Ribeiro Frio nach Portela

Der PR 10 folgt laut Visit Madeira einer der ältesten öffentlichen Levadas der Insel, 11 km von Ribeiro Frio (ER 103) nach Portela (ER 102), mittelschwer, rund 5 Stunden. Durch Lorbeerwald geht es leicht bergab, zwischen 880 und 645 m. Gegen Ende sehen Sie hinunter auf die Felder von Faial und Porto da Cruz und auf den Felsklotz Penha d'Águia.

Der Haken: Start und Ziel liegen weit auseinander. Mit eigenem Auto gehen Sie ein, zwei Stunden in den Wald und kehren um, was laut Visit Madeira schon lohnt. Für die ganze Strecke brauchen Sie eine Abholung in Portela.

Gut zu wissen
Ganze Strecke ohne zweites Auto: Die geführte Wanderung Ribeiro Frio – Portela ab ~48 € holt Sie in Funchal ab und bringt Sie vom Ziel zurück, ein Mittagessen ist laut Anbieter inbegriffen. Die Gebühr zahlen Sie am Wandertag beim Veranstalter.

Levada Velha do Rabaçal (PR 6.4) und Pináculo e Folhadal (PR 17)

Der PR 6.4 ist die ruhige Alternative zu den 25 Fontes nebenan: laut Visit Madeira 5 km vom Pico Gordo an der ER 105 zur Casa do Rabaçal, rund 2 Stunden. Unterwegs liegt der Túnel das Estrebarias von 1855, durch den erstmals Wasser aus dem Norden in den Süden der Insel floss. Stellenweise geht es steil hinab.

Der PR 17 ist nur etwas für Geübte. Visit Madeira stuft ihn als schwer ein: 15 km von Lombo do Mouro nach Encumeada, rund 6:30 Stunden, bis auf 1.490 m. Er folgt der Levada da Serra und der Levada do Norte, mit Tunneln und Wasserfällen. Einzelne Abschnitte können gesperrt sein; prüfen Sie den Status hier besonders genau.

Leichte Levada-Wanderungen: Welche eignen sich für Anfänger und Kinder?

Die leichteste lohnende Levada ist der PR 11 Vereda dos Balcões. Er beginnt in Ribeiro Frio an der ER 103 und folgt laut Visit Madeira 1,5 km pro Richtung der Levada da Serra do Faial, fast ohne Höhenunterschied. Am Ende steht der Aussichtspunkt Balcões. Bei klarer Sicht sehen Sie von dort den Pico do Arieiro, den Pico das Torres und den Pico Ruivo.

Hin und zurück plant Visit Madeira 1:30 Stunden ein; auf dem Rückweg liegt die Forellenzucht im Forstpark Ribeiro Frio. Mit kleinen Kindern ist der PR 11 die erste Wahl.

Ebenfalls leicht:

  • PR 6.1 Levada do Risco – laut Visit Madeira „ideal für die ganze Familie“, bis zum Risco-Wasserfall.
  • PR 22 Vereda do Chão dos Louros – ein Rundweg von 1,9 km im Lorbeerwald, rund 45 Minuten.
  • PR 9.1 (1,9 km) und PR 6.8 (1,2 km) – mit dem Zusatz „Um Caminho para todos“, ein Weg für alle.

Auch die kurzen Wege kosten 4,50 €; Kinder bis 12 Jahre zahlen nichts, müssen aber angemeldet werden. Halten Sie Kinder auch hier nah bei sich: Der Weg verläuft oft direkt am Kanal, stellenweise ohne Geländer zum Hang.

Rundwanderwege auf Madeira: Gibt es echte Runden?

Wenige. Die meisten PR-Wege gehen Sie auf demselben Weg zurück oder als Streckenwanderung von A nach B. Echte Runden mit gleichem Start und Ziel sind die Ausnahme:

  • Levada Nova und Levada do Moinho bei Ponta do Sol – 7,8 km, mittelschwer, kostenlos, weil nicht klassifiziert; die Levada Nova verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Start und Namensverwirrung erklärt der Artikel zur Levada do Moinho.
  • PR 22 Vereda do Chão dos Louros – die einzige als Rundweg ausgewiesene PR-Wanderung in unserer Auswahl.
  • PR 6 Levada das 25 Fontes – wenn die Einbahnregel gilt, ist der Rückweg über das Ausweichstück praktisch eine Runde.

Gibt es eine leichte Levada-Wanderung ab Funchal ohne Auto?

Direkt aus der Stadt heraus nicht; die nächsten Wege beginnen oberhalb von Funchal. Am einfachsten ohne Auto ist der PR 3.1 Caminho Real do Monte: laut Visit Madeira 4,2 km (das IFCN nennt 5,5 km), mittelschwer, rund 2 Stunden. Er führt vom Empfangszentrum des Ökoparks Funchal fast nur bergab nach Monte, von 1.130 auf 550 m.

Der Weg kostet nichts, weil ihn die Stadt Funchal verwaltet und er nicht im Gebührensystem steht. Zum Start fahren Sie mit dem Taxi, von Monte geht es mit der Seilbahn oder dem Bus zurück in die Stadt.

Die Levada dos Tornos verläuft oberhalb von Funchal Richtung Camacha und ist nicht klassifiziert, also kostenlos. Offizielle Angaben zu Länge und Zustand gibt es nicht, und Visit Madeira rät generell zu den PR-Wegen.

Ribeiro Frio mit PR 11 und PR 10 liegt an der Strecke der Busse von Horários do Funchal nach Santana und Arco de São Jorge. Seit März 2026 tragen die Linien neue Nummern; prüfen Sie Linie und Fahrplan beim Betreiber.

Geführt oder auf eigene Faust: Was lohnt sich?

Einen Guide schreibt auf Madeira kein Wanderweg vor, bestätigt das IFCN. Auf eigene Faust zahlen Sie nur die Gebühr; die PR-Wege sind ausgeschildert, und eine Levada gibt die Richtung vor. Mit eigenem Auto starten Sie, wann Sie wollen; das Parken an den Startpunkten ist laut Visit Madeira aber manchmal schwierig. Worauf Sie bei der Miete achten, steht in unserem Ratgeber zum Mietwagen auf Madeira.

Eine Tour lohnt sich in drei Fällen:

  • Bei Streckenwanderungen wie PR 1, PR 10, PR 13 oder PR 17, weil Sie am Ziel abgeholt werden statt zwei Autos zu brauchen.
  • Ohne Mietwagen, weil die meisten Startpunkte in den Bergen liegen.
  • Wenn Sie sich nicht um das Zeitfenster kümmern wollen – die Veranstalter reservieren es für Sie.

Der beste Ausgangspunkt ist für die meisten Funchal oder Caniço, denn dort holen die Touren in diesem Artikel ab. Wer selbst fährt und viel im Norden wandert, wohnt in Santana oder São Vicente näher an Queimadas, Ribeiro Frio und den Levadas bei São Vicente. Welche Orte sich als Standort eignen, zeigt unser Überblick zur Unterkunft auf Madeira. Weitere Tagestouren finden Sie bei den Ausflügen auf Madeira.

Kostenlos oder mit Gebühr: Was kostet Wandern auf Madeira?

Seit 1. Januar 2026 kosten die vom IFCN verwalteten PR-Wege 4,50 € pro Person, der komplette PR 1 10,50 €. Kinder bis 12 Jahre zahlen nichts, brauchen aber wie alle ein Zeitfenster über das Portal SIMplifica. Kostenlos bleiben Levadas ohne PR-Nummer und die von Gemeinden verwalteten Wege PR 3, PR 3.1, PR 4 und PR 23.

Wie Sie buchen, was Tagestarife kosten und wann es Geld zurück gibt, erklärt unser Ratgeber zur Levada-Wanderung: Anmeldung und Gebühren.

Wanderkarte und PDF: Wo finden Sie die offiziellen Karten und den Status?

Die verbindliche Übersicht führt das Forstinstitut IFCN. Seine Liste der klassifizierten Wanderwege nennt jeden PR-Weg mit Länge, Verlauf, Zustand und zuständiger Stelle. Zu jedem Weg gibt es dort die Infotafel vom Einstieg als Bild, mit Karte und Höhenprofil.

Eine offizielle Wanderkarte aller Wege als PDF haben wir weder beim IFCN noch bei Visit Madeira gefunden (Stand Oktober 2026). Visit Madeira zeigt auf der Seite „Wanderungen und Routenliste“ eine Karte mit dem Zustand der Wege. Für unterwegs laden Sie die Route offline in eine App wie Komoot, denn in Schluchten und Tunneln fehlt oft das Netz; ob ein Weg offen ist, zeigt nur das IFCN.

Beste Zeit, Nebel und Sicherheit: Was müssen Sie beachten?

Am besten wandern Sie von April bis Juni: wenig Regen, angenehme Temperaturen. Oktober und November sind ebenfalls gute Wandermonate, bringen aber mehr Regen. Die Werte für jeden Monat stehen in unserer Übersicht zur besten Reisezeit für Madeira.

In den Bergen ist das Wetter ein anderes als in Funchal. Scheint im Süden die Sonne, kann es in Queimadas, am Rabaçal oder im Fanal neblig und kühl sein; am Pico Ruivo warnt Visit Madeira vor häufigen plötzlichen Wetterwechseln. Bei starkem Regen und Wind verzichten Sie laut Visit Madeira besser auf die Wanderung.

In den Rucksack gehören:

  • eine Stirnlampe für die Tunnel auf PR 1, PR 9 und PR 16,
  • feste Schuhe mit gutem Profil – Sandalen lassen Touren wie die oben gar nicht zu,
  • eine Regenjacke,
  • Wasser und Essen, weil es auf den meisten Wegen nichts zu kaufen gibt.

Ist Wandern auf Madeira sicher?

Einen Überfall auf einem Wanderweg haben wir für 2025 und 2026 weder in Polizeimeldungen noch in der Lokalpresse gefunden. Schlagzeilen wie der Raub an einer 25-jährigen Schweizerin im Mai 2026 betrafen eine Straße in Funchal, berichteten DNotícias und Schweizer Medien. In Reiseforen kursieren ältere Einzelberichte, die sich nicht überprüfen lassen.

Das dokumentierte Risiko ist ein anderes: sich verlaufen und von der Dunkelheit überrascht werden. Im Oktober 2025 holte die Such- und Rettungsbrigade der Polizei PSP nachts ein Touristenpaar von einer Levada bei São Vicente, das sich verlaufen hatte. Polizei und Zivilschutz raten, nur tagsüber, auf empfohlenen Wegen und mit passender Ausrüstung zu wandern.

Visit Madeira ergänzt: nicht allein gehen, jemandem Route und Rückkehrzeit sagen, vor Einbruch der Dunkelheit zurück sein und das Handy dabeihaben.

Wer nur eine Wanderung auf Madeira macht, geht zum Caldeirão Verde; wer zwei macht, ergänzt den Gipfelweg zum Pico Ruivo.

Ohne Mietwagen bringt Sie die geführte Tour oben im Kasten zum Caldeirão Verde. Alle anderen Wege planen Sie mit Auto, Bus oder Abholung am Ziel.

Was ist die schönste Wanderung auf Madeira?

Als schönste gilt die Levada do Caldeirão Verde (PR 9): durch Lorbeerwald und vier Tunnel zu einem Wasserfall, der rund 100 m tief in einen See fällt. Die spektakulärste Gipfelwanderung ist der PR 1 vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo, dem höchsten Berg der Insel mit 1.862 m.

Welche Levada auf Madeira ist die schönste?

Die Levada do Caldeirão Verde (PR 9) ab dem Forstpark Queimadas. Am bekanntesten ist die Levada das 25 Fontes (PR 6) am Rabaçal; flacher und tiefer gelegen ist die Levada do Rei (PR 18) bei São Jorge. Alle drei kosten seit 2026 eine Gebühr von 4,50 € pro Person.

Was sind Levadas?

Levadas sind schmale Bewässerungskanäle, die Wasser aus dem regenreichen Norden Madeiras in den trockeneren Süden leiten; die ältesten stammen laut Visit Madeira aus dem 15. Jahrhundert. Auf den Wartungswegen daneben wandern Sie fast ohne Steigung.

Welche Wanderungen auf Madeira sind leicht?

Am leichtesten ist der PR 11 Vereda dos Balcões ab Ribeiro Frio: 1,5 km pro Richtung auf fast ebenem Weg zu einem Aussichtspunkt, laut Visit Madeira 1:30 Stunden hin und zurück. Ebenfalls leicht sind der PR 6.1 zum Risco-Wasserfall und der Rundweg PR 22 Vereda do Chão dos Louros mit 1,9 km.

Welche Wanderwege auf Madeira sind kostenlos?

Kostenlos sind alle Levadas ohne PR-Nummer, etwa die Runde über Levada Nova und Levada do Moinho bei Ponta do Sol, sowie die von Gemeinden verwalteten Wege PR 3, PR 3.1, PR 4 und PR 23. Für alle übrigen PR-Wege zahlen Sie seit 2026 4,50 € pro Person, für den kompletten PR 1 10,50 €.

Braucht man auf Madeira einen Guide zum Wandern?

Nein. Laut IFCN schreibt kein klassifizierter Wanderweg eine Begleitung vor, und die PR-Wege sind ausgeschildert. Eine geführte Tour lohnt sich vor allem ohne Mietwagen und bei Streckenwanderungen wie PR 1 oder PR 10, weil Sie am Ziel abgeholt werden.

Wo ist der beste Ausgangspunkt für Wanderungen auf Madeira?

Für die meisten Funchal oder Caniço, weil dort die geführten Touren abholen. Wer mit dem Mietwagen viel im Norden wandert, wohnt in Santana oder São Vicente näher an Queimadas, Ribeiro Frio und den Levadas bei São Vicente.

Ist Wandern auf Madeira gefährlich?

Einen Überfall auf einem Wanderweg haben wir für 2025 und 2026 weder in Polizeimeldungen noch in der Lokalpresse gefunden. Das dokumentierte Risiko ist, sich zu verlaufen oder von Dunkelheit und Wetter überrascht zu werden. Gehen Sie tagsüber auf PR-Wegen, nehmen Sie eine Stirnlampe mit und prüfen Sie vorher den Status beim IFCN.

Foto: Asurnipal / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

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